| Neue Mitte: Perspektiven für Bruchköbel |
|
Nachdem Baudezernent und Stadtmarketing die Fraktionen erneut ausführlich über das Projekt „Neue Mitte“ informiert haben, fassen CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Bruchköbel die für sie entscheidenden Argumente zusammen.
Der enorme anstehende Sanierungsbedarf für das Rathaus von rund fünf Millionen Euro ist für beide Fraktionen nur Anlass, sich mit einer grundlegenden Neugestaltung der Bruchköbeler Innenstadt auseinanderzusetzen. „Als viel entscheidender sehen wir die demografische Entwicklung, durch die Bruchköbel als attraktiver Standort an den Rand gedrängt werden könnte, wenn die Stadtpolitik nicht handelt“, meint die CDU-Fraktionsvorsitzende Katja Lauterbach. Wohnen, Arbeiten, Erholen, Einkaufen, Kultur und Bildung werden von immer mehr Menschen zusammen nachgefragt, ältere Menschen suchen kurze Wege und soziale Anbindung. „Als Mittelzentrum am Rande der Metropolregion Rhein-Main hat Bruchköbel eine große Zukunftschance, wenn es seine Innenstadt entsprechend diesen Bedürfnissen entwickelt“, ist sich Patricia Bürgstein, grüne Fraktionsvorsitzende, sicher.
Die neue Mitte bietet in allen für eine gesunde Stadtentwicklung wichtigen Bereichen entscheidende Zukunftsperspektiven: Der REWE-Markt als Kern des innerstädtischen Handels kann langfristig in der Innenstadt gehalten werden, da ihm die dringend erwünschten Flächen zur Verfügung gestellt werden. Für weitere Geschäfte entstehen Ladenflächen in Größen und Zuschnitten, die den heutigen Anforderungen entsprechen. So kann sich die Innenstadt als Einkaufsstandort auf hohem Qualitätsniveau und mit individueller Ausprägung gegenüber den Nachbarkommunen und den Supermärkten vor den Toren der Stadt weiter profilieren.
Das geplante Ärztezentrum bietet auch Ärzten optimale Niederlassungsmöglichkeiten und vernetzt zudem verschiedene Fachärzte an einem Standort – gerade für ältere Menschen ein erheblicher Vorteil. Es verschafft Bruchköbel zudem gute Chancen, dem sich andeutenden Ärztemangel im ländlichen Raum mit den eigenen Möglichkeiten Paroli zu bieten.
Das Mehrgenerationenhaus verbindet die sozialen Leistungen der Stadt – von Angeboten für Kleinkindergruppen über Jugend- und Seniorenarbeit bis zu den „Sozialen Diensten“ unter einem Dach.
Das Rathaus schließlich, es nimmt sich als Dienstleistungseinrichtung der Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger zurück, bleibt aber zentral im Ort präsent und wird natürlich zukünftig barrierefrei zugänglich sein.
Der Stadtmarketingverein, die AG Stadtmarketing, der Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) und die Teilnehmer der in den vergangenen zwei Jahren durchgeführten Workshops zur Innenstadtentwicklung haben ihre Zustimmung signalisiert. Und das Verfahren soll auch weiter - über einen Beirat und ausführliche Bürgerinformationen - mit breiter öffentlicher Beteiligung entwickelt werden.
„Geschäfte, Arztpraxen, Rathaus, städtische Dienstleistungsangebote – mit der Neuen Mitte kann es uns gelingen, eine attraktive, belebte und sich selbst stärkende Kernstadt zu schaffen, mit der Bruchköbel fit bleibt, auch in der Zukunft ein beliebter und hochwertiger Wohn- und Einkaufsstandort zu sein“, sind sich Lauterbach und Bürgstein einig. Sie appellieren daher an alle politischen Kräfte dieser Stadt, dieses wichtige Zukunftsprojekt zu unterstützen. Zugleich bitten sie die Bürgerinnen und Bürger, sich in den nun an Fahrt gewinnenden Entwicklungsprozess einzubringen. „Wir wollen eine attraktive Innenstadt – für die Bürgerinnen und Bürger. Und daher sollen sie auch mitreden, ihre Ideen einbringen“. |


